PRESSEMITTEILUNG:
21. Januar 2010
Ulla Schmidt befürchtet Kahlschlag bei Solarenergie
Eine Kostenbremse im Sinne der Verbraucher, die mit den Strompreisen über die Umlage die Solarstromförderung mitbezahlen, ist im Prinzip Konsens. Auch die Solarindustrie sieht das nicht anders. Die nun von der Bundesregierung avisierte zusätzliche Kürzung um 17% ab April, hält Ulla Schmidt aber für problematisch. Sie befürchtet schwere Zeiten für die deutschen Hersteller und Anbieter von Solartechnik, die ohnehin einem verstärkten Druck aus Asien ausgesetzt sind.
„Das Erneuerbare-Energien-Gesetz dient nicht nur der Förderung erneuerbarer Stromerzeugung. Wir wollen damit in Deutschland doch auch technologische Kompetenz, Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Zukunftsmärkten aufbauen. Wer das jetzt aufs Spiel setzt, riskiert einen irreparablen industriepolitischen Flurschaden“, warnt Ulla Schmidt.
Die Aachener Bundestagsabgeordnete denkt an den heimatlichen Standort: „Erneuerbare Energien spielen im Konzept des Aachener Strukturwandels eine wichtige Rolle, da braucht man nur an das Stichwort Energy Hills zu denken. Hinzu kommt, dass viele Handwerksbetriebe ihr Angebot in den vergangenen Jahren erweitert, in Maschinen und Personal investiert haben.“ Die Pläne der Bundesregierung gefährden diese Entwicklung. „Aus einer unstrittigen Kostenbremse, macht die Regierung einen Kahlschlag bei der Solarenergie.“
Auch die Solarindustrie warnt vor einer zusätzlichen Reduktion der Fördersätze im zweistelligen Prozentbereich und befürchtet, dass große Teile der deutschen Solarwirtschaft diesen Schritt nicht überleben würden. Bis zu 60.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr.
Dokumente:PM Solarenergie.pdf