Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

PRESSEMITTEILUNG:

06. April 2017
Gute Nachricht für Patientinnen und Patienten und für Pflegekräfte

Expertenkommission „Pflege im Krankenhaus“ bringt Personaluntergrenzen für Intensivstationen auf den Weg

Noch in dieser Legislaturperiode wird der Bundestag die gesetzlichen Voraussetzungen für eine dauerhaft bessere Ausstattung von Krankenhäusern mit Pflegepersonal schaffen. Dies hat das Bundeskabinett am 5. April in Berlin beschlossen. Dazu erklärt Ulla Schmidt, MdB:

„Mit den neuen verbindlichen Mindestpersonalstandards für Pflegerinnen und Pfleger stärken wir die Pflege und garantieren mehr Patientensicherheit. Seit langem setzt sich die SPD auf Bundes- und auf Länderebene dafür ein. Ich bin deshalb froh, dass die Bundesregierung mit einer neuen Personaluntergrenze für mehr Qualität in der Krankenhausversorgung und bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte in Kliniken sorgt.

Für Aachen mit seiner hohen Dichte an Krankenhäusern und Kliniken ist diese neue Regelung ein echter Gewinn. Denn der unmittelbare Zusammenhang zwischen guter Qualität in der Krankenhausversorgung und der Anzahl von Pflegepersonal ist auch in Aachen deutlich spürbar.

Häufig wird dem Pflegepersonal eine sehr hohe Arbeitsbelastung abverlangt, die mit dem Beruf manchmal schwer vereinbar ist. Deshalb erhalten der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft den Auftrag, zunächst für besonders pflegesensitive Bereiche konkrete Personaluntergrenzen verbindlich zu vereinbaren. Dabei muss sichergestellt werden, dass das Pflegepersonal nicht einfach von einer Krankenhausstation auf einer anderen eingesetzt wird. Ebenso sollte gewährleistet sein, dass das eingesetzte Personal ausreichend fachlich qualifiziert ist. Außerdem sollte dort sanktioniert werden, wo Krankenhäuser die Personaluntergrenzen nicht einhalten.

Dieser erste Schritt ist ein wichtiges Zeichen an die Pflegerinnen und Pfleger und ein wesentlicher Baustein, um langfristig Überlastungen auch auf den Normalstationen und in der ambulanten Pflege zu verbessern.“