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PRESSEMITTEILUNG:

20. Januar 2017

Ulla Schmidt erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 20. Januar 1942 wurden im Rahmen der so genannten Wannsee-Konferenz von der nationalsozialistischen Führung die genauen Pläne für die Vernichtung der gesamten jüdischen Bevölkerung in Europa beschlossen. Anlässlich des 75. Jahrestages dieser Zusammenkunft erklärt die Aachener SPD-Bundestagsabgeordnete und Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt: „Die Vorstellung, dass dort 15 NS-Bürokraten engagiert und sachlich und ohne jede Skrupel, die Detailfragen des beispiellosen Verbrechens des Holocausts, des systematischen Völkermords an den europäischen Juden diskutierten, macht heute noch fassungslos.“

Mit dem Gedenken verbinde sich auch ein fortwährender Auftrag, so Schmidt weiter: „Aus dem Erinnern dieser unvorstellbaren Verbrechen an der Menschlichkeit begründet sich unsere Pflicht, die Menschlichkeit immer und überall gegen ihre Feinde zu verteidigen und überall da aufzustehen, wo die Würde und die Rechte eines jeden Menschen gefährdet sind.“

Der Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 ist seit 1996 in Deutschland und seit 2005 internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Im Rahmen der diesjährigen Gedenkveranstaltung im Deutschen Bundestag am kommenden Freitag wird mit Sebastian Urbanski erstmals ein Mensch mit einer geistigen Behinderung im Deutschen Bundestag sprechen. „Das ist ein starkes Signal gegen Willkür und Wahn der ‚Euthanasie‘ im Nationalsozialismus – dem diesjährigen Schwerpunkt der Gedenkveranstaltung“, so Schmidt abschließend.