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PRESSEMITTEILUNG:

30. April 2016

Auch Menschen mit Behinderung am Tag der Arbeit nicht vergessen

Zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit, gibt es viele Gründe auf die Straßen zu gehen, um sich für mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt einzusetzen.

„Wichtig sind Themen wie die die Regulierung von Leih- und Werkverträgen, damit es in Betrieben keine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erster, zweiter und dritter Klasse mehr gibt oder auch der Umgang mit der Digitalisierung in der Arbeitswelt wird uns noch weiter beschäftigen und selbstverständlich ist mir die Schaffung der Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen weiterhin ein wichtiges Anliegen“, so Ulla Schmidt, Bundestagsabgeordnete aus Aachen und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.  

 

„Ich möchte aber einmal das Augenmerk auf die Situation von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt richten. Arbeit ist für uns alle ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Auch Menschen mit Behinderung wollen Teil der Arbeitswelt sein und darüber mehr Selbstbestimmung über ihr Leben erlagen. Die Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung dürfen dabei nicht auf die Arbeit in Werkstätten für Behinderte begrenzt bleiben“, so Ulla Schmidt weiter.

 

Das so genannte „Budget für Arbeit“ soll dazu die Möglichkeit bieten: Menschen, die in Behindertenwerkstätten arbeiten, soll der Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt erleichtert werden. Das Geld, das sonst die Werkstatt bekommen hätte, wird stattdessen an den Arbeitgeber gezahlt und gleicht die verminderte Leistungsfähigkeit aus. Gleichzeitig soll es die Möglichkeit geben, in die Werkstatt zurückzukehren, wenn sich eine reguläre Arbeitsstelle doch als Überforderung erweist.

 

In einigen Bundesländern hat sich das Modell des „Budgets für Arbeit“ bereits als erfolgreich erwiesen. Daher soll es das Ziel sein, das „Budget für Arbeit“ bundesweit einzuführen.