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PRESSESPIEGEL:

01. Dezember 2011

Neue Klänge, frische Kinokultur und ein Schuss Improvisation

Aachener Nachrichten, 30. November 2011 - Schüler vertonen bei „Keine Lust auf Mozart“ eigene Filme mit Live-Musik
Beat für Beat mit der Filmkunst verschmelzen: In der Klangbrücke vertonten Aachener Schüler eigene Kurzfilme. Zur Freude von Veranstaltungsleiterin Birgit Baum, Schirmherrin Ulla Schmidt und Projektleiterin Johanna Daske (hinten, v.l.).Foto:Heike Lachmann

Von Nina Krüsmann

 

Aachen. Wie spannend Neue Musik sein kann, haben am Wochenende mehr als hundert Teilnehmer des Schülerprojekts „Keine Lust auf Mozart“ in der Klangbrücke unter Beweis gestellt. Unter dem Motto „Aachens unbekannte Plätze“ haben Schüler der Jahrgangsstufen zehn und 13 des Rhein-Maas-Gymnasiums Kurzfilme erstellt, die von Schülern der Jahrgangsstufen acht bis 13 der Viktoriaschule, des Rhein-Maas-Gymnasiums, des Gymnasiums St. Leonhard und der Freien Waldorfschule Aachen live vertont wurden.

 

Ideenreichtum

 

Veranstalter des Wettbewerbs unter der Schirmherrschaft von Ulla Schmidt ist die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen mit ihrer pädagogischen Abteilung, der freien Musikschule „music loft“.

Unterstützt wurden die jungen Komponisten durch den Filmkomponisten David Graham und die vier Aachener Musiker Olaf Futyma an der Flöte, Regina Pastuszyk an der Klarinette, Ludger Singer am Klavier und Harald Ingenhag am Schlagzeug.

„Unsere Intention ist, Kinder und Jugendliche an Neue Musik heranzuführen, und zwar mit eigener Kreativität und Ideenreichtum durch eigenes Gestalten“, erklärt Projektleiterin Johanna Daske. Deswegen habe man sich auch für die Form der Live-Präsentation entschieden.

 

„Unsere Intention ist, Kinder und Jugendliche an Neue Musik heranzuführen, und zwar mit eigener Kreativität und Ideenreichtum durch eigenes Gestalten“

Johanna Daske,Projektleiterin

 

Der Film als Medium für die Auseinandersetzung mit Komposition, Improvisation und Gestaltung biete sich an, da bei jedem Film im Hintergrund Musik konsumiert werde, oftmals ohne sie bewusst wahrzunehmen.

Seit 2006 bietet der Wettbewerb „Kinder und Jugendliche spielen Neue Musik“ Nachwuchskünstlern die Gelegenheit, ihr Interesse und Können unter Beweis zu stellen. Seit 2007 besteht der Wettbewerb, der sich bis dato beispielsweise mit der Live-Vertonung eines alten Stummfilmes, Filmmusiken oder der Bespielung eines Kunstwerks auseinandersetzte.

 

Einfache Klangerzeuger

 

Die Erfahrung zeigt, dass variantenreiche Musikprojekte in Kombination mit Bildern oder Filmen sowohl bei Lehrern als auch bei Schülern auf großes Interesse stoßen“, freut sich Daske. Durch kreativen Umgang mit einfachen Klangerzeugern und das Zusammenführen von Instrumentalisten und Nichtinstrumentalisten der jeweiligen Klassen würden über das Spielen und Ausprobieren die natürliche Neugier geweckt und Experimente und Erlebnisse in der Vielfalt der Musikerzeugung zugelassen.

Daske: „So geforderte und geförderte Kreativität und Teamarbeit baut eventuell vorhandene Berührungsängste gegenüber Neuer Musik ab.

 

Quelle: Aachener Nachrichten, 30.10.2011, Nina Krüsmann